FK Hansa Wittstock 1919 e.V.    

Die Fußballjahre 1960 - 1969

1960
PlatzMannschaftSpieleTorePunkte
1.SG Velten2689:3144:8
2.Stahl Hennigsdorf2654:4132:20
3.Eintracht Miersdorf (N)2663:5231:21
4.Aufbau Jüterbog2646:5629:23
5.Chemie Brieselang (N)2666:5528:24
6.Einheit Nauen2656:4427:25
7.Aufbau Zehdenick2660:5027:25
8.ASK Vorwärts Potsdam2649:4526:26
9.Aufbau Brandenburg2643:4426:26
10.Stahl Brandenburg2644:5821:31
11.Eintracht Oranienburg2653:7021:31
12.Empor Potsdam (N)2633:5920:32
13.Empor Neuruppin2639:6017:35
14.Lokomotive Wittstock (N)2640:705:37

1962/63
Gruppe 1Gruppe 2
1.Aufbau Zehdenick2053:2536:4
2.Chemie Premnitz2057:3226:14
3.Chemie Brieselang2053:3526:14
4.Motor Hennigsdorf II2044:3125:15
5.Einheit Nauen2050:4721:19
6.Traktor Tremmen (N)2047:4921:19
7.LokWittstock (N)2039:5119:21
8.Einheit Kyritz2048:3616:24
9.Einheit Oranienburg2037:4514:26
10.Empor Neuruppin2035:5112:28
11.Traktor Friesack2023:844:36
1.Aufbau Jüterbog2278:3033:11
2.Lokomotive Brandenburg2251:3130:14
3.Eintracht Miersdorf2238:3526:18
4.Vorwärts Potsdam2249:3625:19
5.Vorwärts Blankenfelde2267:4024:20
6.Fortschritt Luckenwalde2246:3423:21
7.Motor Süd Brandenb. II2249:5022:22
8.Stahl Brandenburg2237:4421:23
9.Lok Jüterbog (N)2237:3019:25
10.Einheit Belzig2237:7016:28
11.Motor Teltow2233:5815:29
12.Einheit Lehnin (N)2230:9410:34
1963/64
Gruppe 1Gruppe 2
1.Motor Hennigsdorf (A)2696:2047:5
2.Stahl Hennigsdorf (A)2663:2837:15
3.Aufbau Zehdenick2680:5434:18
4.Einheit Nauen2668:5234:18
5.Chemie Premnitz2682:4033:19
6.BSG Finkenwerder (N)2676:5330:22
7.Lok Wittstock2674:5630:22
8.Motor Rathenow (A)2667:6628:24
9.TSG Velten (A)2646:3727:25
10.Chemie Brieselang2643:5420:32
11.Einheit Oranienburg2638:7813:39
12.Traktor Tremen2637:8613:39
13.Einheit Kyritz2638:7612:40
14.Lok Neustadt (N)2613:1216:46
1.Rotation Babelsberg (A)2668:3241:11
2.Motor Süd Bbg. (A)2678:3340:12
3.SC Potsdam II (A)2674:3038:14
4.Lok Kirchmöser (A)2658:3031:21
5.Aufbau Jüterbog2651:5230:22
6.Lok Brandenburg2657:4827:25
7.Stahl Brandenburg2650:5626:26
8.Vorwärts Potsdam2643:4325:27
9.Eintracht Miersdorf2637:6223:29
10.Motor Ludwigsfelde (N)2637:4623:29
11.Vorwärts Blankenfelde2633:4619:33
12.TSV Luckenwalde2635:6717:35
13.Aufbau Brandenburg (A)2638:6215:37
14.Lok Jüterbog2634:868:44
1964/651965/66
1.Motor Hennigsdorf30115:3349:11
2.Motor Süd Brandenburg3096:4044:16
3.Stahl Brandenburg3078:4742:18
4.Stahl Hennigsdorf3055:2638:22
5.Chemie Premnitz3065:5635:25
6.Vorwärts Potsdam3060:5834:26
7.Aufbau Jüterbog3057:6032:28
8.Lok Kirchmöser3063:5231:29
9.Rotation Babelsberg3077:6929:31
10.SC Potsdam II3045:5226:34
11.Einheit Nauen3060:8326:34
12.Aufbau Zehdenick3040:7323:37
13.Lok Brandenburg3046:6421:39
14.BSG Birkenwerder3035:6520:40
15.Lok Wittstock3041:9616:44
16.Motor Rathenow3033:9214:46
1.Stahl Brandenburg3087:1952:8
2.Stahl Hennigsdorf3046:2444:16
3.Motor Süd Brandenburg3085:2742:18
4.Motor Ludwigsfelde3042:2441:19
5.Lok Kirchmöser3049:4928:32
6.Vorwärts Potsdam3055:6028:32
7.Rotation Babelsberg3044:5128:32
8.Traktor Pritzwalk3041:5728:32
9.Aufbau Zehdenick3050:6227:33
10.Lok Jüterbog3036:4626:34
11.Lok Brandenburg (N)3055:6626:34
12.Empor Neuruppin3046:6226:34
13.Motor Hennigsdorf II (N)3039:5025:35
14.Einheit Nauen3032:6021:39
15.TSG Luckenwalde (N)3034:5819:41
16.Lok Wittstock (N)3038:6319:41


Jetzt werden die neuen Ziele in Angriff genommen
Lok-Wittstock wieder in der Bezirksliga - Verdiente Sportler mit der Medaille für ausgezeichnete Leistungen geehrt

Nach alter Tradition führet die BSG Lok, Sektion Fußball als Abschluss des Fußballjahres 1966/67 das Jahresbankett durch. Glanzvoller Abschluss und gleichzeitg Höhepunkt eines recht erfolgreichen Fußballjahres war dieses Fest in der Konsum-Gaststätte Alt-Daber.
Die Sportler haben wirklich Grund zur Freude. Beide Vertretungen wurden Meister, wobei sich die erste mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga erkämpft hat. In seiner Ansprache dankte Wolf Schneider allen, die so manche Stunde für König Fußball opferten. Sein Dank galt auch der Partei der Arbeiterklasse, der SED, dem DTSB, der Nationalen Front und dem Rat des Kreises für diegroßzügige Unterstützung, er galt Sektionsleiter Alfred Lau und Hein Sippel und galt insbesondere den Spielern nebst Ehefrauen, die soviel Verständnis für den Fußballsport aufbringen. Aus den Worten des Trainers sprach auch der Stolz über die erreichten Leistungen, die ohne Schrittmacherdienste aus eigener Kraft erreicht wurden.
Genosse Konrad Beyer, 2. Sekretär der Kreisleitung der SED überbrachte die Glückwünsche des Sekretariats der Kreisleitung und überreichte als Erinnungsgeschenk eine große Mannschaftsvase. Er wünschte für die kommenden Aufgaben viel Erfolg. Unter den Gästen weilte auch der Vorsitzende des Rat des Kreise, Genosse Franz Pyrka.
Beifall brandete auf, als der Vorsitzende des Rat des Kreises 17 Sportfreunde mit den Medaille für ausgzeichnete Leistungen ehrte. Diese Auszeichnung wrde überreicht an Alfred Lau, Wolfgang Schneider, Heinz Sippel, Peter Zobel, Friedhelm Engel, Otto Grigat, Dieter Gratzkowski, Helmar Omenetter, Peter Behrendt, Oskar Böhm, Gibsert Ilm, Erwin Häntschke, Adolf Blüschke, Günter Schnell, Klasu Schleif, Friedel Stranghöner und Herbert Mahlendorf.
Die Ehrenmitgliedschaft urde den Genossen und SPortfreunden Pyrka, Rauter, Müller, Richard Seedorf, Rudi Hesse, Dittmann und Martin Timm zuerkannt. Die Karftfahrer Erich Baude und Erich Kleinfeldt, die viel Kilometer für Lok Wittstock mit den Bussen zurückgelegt haben sowie das Vorstandsmitglied Otto Pape und auch Rudi Hesse wurden durch Präsente geehrt.
Der Vorsitzende des Kreisvorstandes des DTSB Joachim Prüter zeichnete dann die Sportferunde Dr. Joch Höhne, die Betreuer des Fußballnachwuchses Günther Pohle und Rolf Gerbendorf mit der Ehrennadel des DTSB aus. Im Anschluss daran überreichte Genosse Prüter unserem Trainer Wolfgang Schneider die Ehrennadel der Nationalen Front in Gold. Weiterhin erhielten alle Spieler Erinnungsteller sowie Siegerschleife und ein Bild der Wittstocker Kollektive. Klaus Haase, Kapitän der Reservemannschaft nahm den Wanderpokal für den Meistertitel seiner Elf entgegen. Die Torschützenkönige beider Mannschaften Ulrich Treß und Peter Behrendt sowie Kapitän Dieter Gratzkowski erhitelen für guten Leistungen Olympia-Bücher überreicht. Friedhelm Engel und Helmut Katzberg, zweite der Torschützenliste sowie Sanitäter Strothenk nahmen Präsentkörbe entgegen.
Große Freude löste die Bekanntgabe aus, dass der DTSB-Kreisvorstand einen Oberligaball überreichte und das auf Initiative des Kollegen Franz Havemann. BGL-Vorsitzender im Wohnungsbaukombinat Mittel für Spielbälle überreicht werden. Bei all diesen Ehrungen standen Loks Spieler nicht abseits und sie dankten den Funktionären und Trainern indem sie Heinz Sippel, Wolfgang Schneider, Alfred Lau und Erich Strothenk kleine Erinnerungsgeschenke übergaben. All diese Geschenke und Ehrungen hatten nur den Zweck, noch einmal all denen zu danken, die dem Fußballsport so manche Stunde opferten und dem Wittstocker Fußball in schönen aber auch in schweren Zeiten stets die Treue hielten. Dann sorgte eine Kapelle aus Röbel für großartige Stimmung. Neben den Ehrengästen waren auch die Eltern der Spieler geladen, die sich schnell in die große Fußballfamilie einfügten. Erst am frühen Morgen fand ein glanzvolles Fest ein Ende. Jetzt geht es an die Vorbereitung der neuen Aufgaben, die ebenfalls recht gut gelöst werden sollten.


Schiedsrichter war große Klasse
Ärger, Krach und trotzdem Sieg

Was soll man zu diesem Spiel sagen ? In Wittstock ging der große Krach gleich los. Es waren 15 Spieler nominiert, und die Verantwortlichen hatten sich dabei etwas gedacht. Wächter sagte urplötzlich ab, da er Rüben rausnehmen müsste. Ganz Wittstock lachte darüber. Ilm wollte nicht spielen, da in der Familie etwas vorlag. Nach eindeutiger Belehrung fand er zurück und erschien zum Spiel. Genau fünf Minuten vor der Abfahrt schickte Dieter Behrent seine Frau zum Bus und ließ sich entschuldigen. Angeblich war ihm nicht wohl. Ein Lachsturm ging durch die Reihen, und heute wissen wir, warum ihm nicht wohl war. Doch es geht noch weiter. Stranghöner, für den die BSG Lokomotive in jeder Hinsicht äußerst viel getan hat, ließ nach seiner letzten Sperre wieder seine Kameraden im Stich und blieb ohne Entschuldigung fern. Blüschke hatte angeblich die Abfahrtszeit falsch verstanden und war um 10.30 Uhr nicht da. Kähler war zwar am Bus, sagte jedoch Bescheid, dass er pünktlich per Privatwagen erscheinen würde. Natürlich war Böhm wieder nicht zur Abfahrt da, sondern lief dem Bus bei der Abfahrt über die Straße. So fuhr der Tabellenführer Lok Wittstock mit 10 Spielern zum entscheidenden Auswärtsspiel nach Premnitz. Es war eine Schande. Dazu kam, dass an diesem Sonntag einfach alles schiefgehen sollte. Spremberg wurde unterwegs aufgegabelt, holte seine Sachen und war Wittstocks elfter Mann.
Gerade zur Zeit trafen Wittstocks Spieler in Premnitz ein und standen einer sehr kampfstarken Truppe gegenüber. Mit Torwart Schnell als Mittelstürmer und Spremberg als Verteidiger begannen die Blau-Weißen. Keinem war wohl dabei. Als in der 6. Minute Spremberg in Richtung Krankenhaus wandern muss, haben die Wittstocker nicht mal einen Ersatzmann. Erst in der 26. Minute trifft der Wagen von Herrn Mantey ein, der mit vielen Pannen die Spieler Kähler und Blüschke mitbringt. Sofort wird umgebaut.
Zur Zeit stand es noch 0:0 und das war den eingesetzten Aktiven zu verdanken. Dass Trainer Schneider nicht zu sprechen war und einsam im Premnitzer Stadion seine Runden drehte, war verständlich. Sektionsleiter Lau winkte nur ab, und auf seiner Stirn stand alles zu lesen, was man wissen wollte. Selbst Org-Leiter Schmidt verlor die Nerven und machte sich lautstark von der Barriere bemerkbar. Man kann es keinem verübeln. Es ging um zu viel. Die Aktiven haben diesmal versagt, und viele große Namen sind an diesem Sonntag in Mißkredit geraten. Wir hatten viel Torchancen, doch Glück und Pech hielten sich die Waage. In der 26. Minute ist es dann Wittstocks besten Stürmer Oskar Böhm, der aus dem Gewühl heraus unhaltbar ins oberere Eck einschießt. Zwar kanonieren Treß und Peter Behrendt noch gegen die Pfosten, Gratzkowski verfehlt das leere Tor, und wieder sind es Peter Behrendt udn Treß, die einfach keine Chance verwandeln können. Mit 1:0 ging der Sieg nach Wittstock, den Böhm im Sturm, Omenzetter als neuer Stopper und Torwart Zobel besonders verteidigten.


Der Beste des Tages:
Torwart Peter Zobel

Bild kommt noch

Schon seit Wochen ist Peter Zobel Wittstocks Nummer 1 zwischen den Pfosten und besonders in den beiden letzten Spielen gegen Putlitz und Kyritz bewies er seine große Reaktionsfähigkeit. Er hielt sein Tor rein; während seine Vorderleute mit neun Tore beide Siege buchten. Mit ihm im Tor zog eine erstaunliche Ruhe in Wittstocks Hintermannschaft ein.


Lok Neuruppin ist erste Gegner
Morgen Saisonauftakt im Wittstocker Stadion

Lok Wittstock hat die Chance, sich bei der Eröffnung der Meisterschaft 1969/70 auf eigenem Gelände einen guten Aufgalopp zu sichern. Der erste Gegner ist Lok Neuruppin. Die Gäste aus dem Nachbarkreis sind kein unbeschriebenes Blatt mehr, sondern haben sich genauf wie Lok Wittstock sorgfältig auf die behorstehenden Serie vorbereitet. Hervorragende Resultate sprechen für sich. Wie stark Lok Neuruppin sein kann, zeigen ein Unentschieden gegen eine Liga und zwei klare Siege gegen Traktor Altruppin, die ja bekanntlich unserer Mannschaft in zwei Vergleichen große Schwierigkeiten machten. Somit ist auf jeden Fall morgen mit einem spannenden Saisonauftakt im wittstocker Stadion zu rechnen.
Lok Wittstock selbst hat alle Spieler zur Verfügung, gibt sich aber nicht allzu optismistich, denn dieser neue Gegner ist auch für jede Überraschung gut. Die richtige Einstellung der Mannschaft, selbst die Tagesform kann ausschlaggebend sein. Sollten aber Wittstocks erfahrene Hintermannschaft risikolos spielen und das Mittelfeld übersichtlich als Schaltstation für den Angriff arbeiten, dann könnten Wittstocks Stürmer das einzige Tor mehr schießen als der Gegner, das ja so wichtig ist, um beide Punkte zu behalten.
Die Reserve steht vor einer leichteren Aufgabe und sollte in stärkster Besetzung diese Hürde überspringen, jedoch nicht den Gegner unterschätzen.
Spielbeginn am Sonntag, dem 24. August 1969: 1. Mannschaft 15 Uhr, Reserve um 13.15 Uhr.

Wolf Schneider

Bild kommt noch

Im letzten Vorbereitungsspiel auf die neue Punktspielsaison gegen Empor Neuruppin zeigte die Lok-Mannschaft, dass sie sich gut vorbereitet hat. Sicher wird es nicht immer so gut laufen, wie an diesem Dienstag, wobei es auch dort noch einige Schattenseiten gab, aber die Mansnchaft hat das Zeug, in der Tabelle ganz vorn zu landen. Folgende Spieler werden Wittstock im Kampf um die Punkte vertreten: v.l.n.r. Trainer Heinz Sippel, Hansi Geier, Adolf Blüschke, Gisbert Ilm, Klaus Schleif, Manfred Dolata, Werner Bierniert, Peter Zobel, Roland Janke, Klaus Sturzebecher, Oskar Böhm, Peter Dolata, Sandt, Christian Seedorf, Trainer Schneider. Zum Stammaufgebot gehören noch Günter Schnell und Wolfgang Purand.