Monat: November 2021

  • Mit einer Auswärtsniederlage in die Winterpause

    Mit einer Auswärtsniederlage in die Winterpause

    Am Freitag bestritten die Alten Herren ihr letztes Punktspiel 2021 in Neustadt. Mit einer 5:3 Auswärtsniederlage ging es für uns, nach 80 gespielten Minuten, in die Winterpause.

    Der Gastgeber legte los wie die Feuerwehr. Bereits nach neun Minuten stand es 2:0 für Neustadt. In der fünften Spielminute brauchte Haas nach einem langen Ball und einer folgenden Kopfballablage nur noch einzuschieben. Vier Minuten späten, ein Ballverlust direkt vor unserem Strafraum und Granzow bedankte sich mit dem 2:0.

    Wir waren viel zu nervös, hektisch und ungenau mit unseren Abspielen, so dass es Neustadt viel zu einfach hatte in der Anfangsphase des Spiels.

    Nach 15 Minuten legten wir endlich unsere Nervosität ab und es wurde ein offener Schlagabtausch. In der 21. Spielminute eine richtig schön herausgespielte Chance durch A. Arns, leider knapp am langen Pfosten vorbei. In der 30. Spielminute ein ähnlicher Abschluss über rechts von M. Völpel, den der Neustädter Torwart hält. In der 32. Minute war es endlich so weit. Ein langer Freistoß von P. Techen auf das Neustädter Tor rutschte dem Torwart durch seine Hände und landete zum 2:1 im Tor. Keine zwei Minuten später das nächste Tor für Neustadt. Wir pennen wieder und der Gastgeber führt 3:1 durch Haas.

    Wir versuchten weiter mitzuspielen und konnten in der 50. Minute wieder verkürzen. Eine Flanke von links konnte A. Arns ins Neustädter köpfen. Das war auch gleichzeitig das erste Tor für unseren Brasilianer im Hansatrikot. In der 54. Minute leisteten wir uns leider wieder einen dicken Abspielfehler, den Neustadt eiskalt ausnutzte und den alten Abstand wiederherstellte.

    „Hätten wir die Anfangsphase nicht so verpennt wäre heute vielleicht mehr drin gewesen.“

    Verletzter Hansa-Kapitän Mario Hilgert

    Jetzt ging es hin und her auf beiden Seiten mit Chancen für beide Mannschaften. In der 66. Minute konnten wir wieder verkürzen zum 4:3. Diesmal musste ein Eigentor nach einem langen Freistoß herhalten. Uns war es egal, wir waren jetzt dran und wollten mehr. Die routinierten Neustädter machten dann aber in der 77. Spielminute den Sack zu und stellten das Ergebnis Richtung Heimsieg. Torschütze war wiederum Haas.

    Glückwunsch und vielen Dank nach Neustadt für das kurzfristige Tauschen des Heimrechts.

  • Vierfach-Torschütze, Matchwinner, Anführer: Sergei Paschtschenko ist Held der Woche

    Vierfach-Torschütze, Matchwinner, Anführer: Sergei Paschtschenko ist Held der Woche

    Autor: Christoph Brandhorst (Märkische Allgemeine Zeitung) Bild: © Kevin Päplow

    Held der Woche: Vor etwas mehr als einem Jahr hatte sich der Angreifer von Landesligist Hansa Wittstock das Kreuzband gerissen. Seit Saisonbeginn steht er wieder auf dem Platz – und meldete sich nun ausgerechnet im Kellerduell mit Einheit Perleberg eindrucksvoll zurück.

    Wenn der Tabellenletzte auf den -vorletzten trifft, hält sich die Erwartung an das Duell meist in Grenzen. Deshalb dürfte sich am Sonnabend auch so mancher der 200 Zuschauer verwundert die Augen gerieben haben, als der FK Hansa Wittstock – das alte Schlusslicht der Fußball-Landesliga Nord – gegen Einheit Perleberg – das neue Schlusslicht – ein richtiges Feuerwerk abbrannte. Ein 7:1 stand nach 90 Minuten auf der Anzeige im Stadion des Friedens – und Sergei Paschtschenko, der Mann des Tages, viermal als Torschütze im Spielprotokoll.

    „Sergei ragte mit seinen Treffern, unzähligen tollen Pässen und vielen gewonnenen Zweikämpfen bei einem tollen Spiel definitiv heraus“, sagt ein mehr als glücklicher Hansa-Präsident Dirk Schumacher mit Blick auf den 29-jährigen Matchwinner. „Ich war sehr fokussiert, weil ich wusste: Es sind nur drei Punkte, aber die sind besonders wichtig“, sagt er. Die Partie gegen Perleberg – „das empfinden beide Mannschaften schon als Derby, umso wichtiger, dass wir gewonnen haben“, sagt der Vierfach-Torschütze.

    Dabei ist Paschtschenkos Geschichte auch die eines großen Comebacks. Vor etwas mehr als einem Jahr riss beim Angreifer das Kreuzband. „Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Fußball mal so fehlen würde, und dass es mir mal so viel Freude bereiten würde, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt der Kicker, der als OP-Assistent in den Ruppiner Kliniken in Neuruppin arbeitet. Wegen der Corona-Unterbrechung habe er trotz Kreuzbandrisses nur ein Pflichtspiel verpasst. „Das schaffen auch nicht so viele“, schmunzelt Paschtschenko.

    Sein Trainer in Wittstock, Erik Sonnenberg, findet: „Die Leistungen, die er in dieser Saison zeigt, wie er nach der Verletzung zurückgekommen ist, sind aller Ehren wert. Das ist noch höher zu bewerten als bei anderen Spielern.“

    Auf dem Weg zurück auf den Platz habe Paschtschenko viel Selbstdisziplin an den Tag gelegt. „Er hat viel dafür gearbeitet“, erinnert der Hansa-Coach, der seinen Stürmer, der nach dem Viererpack bei fünf Treffern aus acht Partien steht, zu Saisonbeginn besonders in die Pflicht genommen hat. „Mit seiner Qualität muss er vorangehen – und das macht er“, sagt der Wittstocker Trainer. Schließlich sei Paschtschenko schon lange im Verein und schnupperte 2014 beim Malchower SV auch mal Oberliga-Luft.